Teegenuss

"Der Weg zum Himmel führt an der Teekanne vorbei."

Aus England

Von der Pflanze in die Tasse

Heute ist Tee in fast aller Munde!

Als Aufgussgetränk aus den Blättern der Teepflanze, mit oder ohne aromatische Zusatzstoffe, als Kräutertee oder klassischer Schwarztee – mit feinen geschmacklichen Nuancen begeistert Tee immer wieder durch die Vielfalt der Geschmackserlebnisse bei anregender, entspannender, erfrischender und oftmals auch gesundheitsunterstützender Wirkung.

Vom Reich der Mitte in die Moderne

Der Weg des Tees in die Moderne begann wohl schon vor etwa 5.000 Jahren, als in China erstmals die wohltuende Wirkung der Teeblätter beschrieben wurde. Seitdem ranken sich um den Tee ebenso viele Legenden wie es verbriefte Traditionen gibt. Es war wohl eher ein Zufall, der Teeblätter in kochendes Wasser beförderte und so dem Kaiser Shen Nung den ersten Teegenuss brachte. Damit begann der Siegeszug des aromatischen Aufgussgetränkes vom Reich der Mitte über Indien und Japan bis nach Europa und Amerika. Heute wird Tee in fast allen Zivilisationen getrunken. Dabei gibt es die unterschiedlichsten Traditionen und Zeremonien und eine fast schon unüberschaubare Menge an unterschiedlichen Tees und Mischungen.

Teeplantage
Eine Tasse Tee genießen

Von der Pflanze in die Tasse

Mit Tee bezeichnen wir meist getrocknete, fermentierte und klein geschnittene Blätter der Teepflanze. Aus diesem Rohstoff in reiner Form oder in Mischungen mit anderen Pflanzen oder Aromen wird dann der Tee als Getränk gekocht. Grüner Tee ist eine besondere Form des Tees. Hierbei wird auf das Fermentieren verzichtet, wodurch der Tee nicht nur grün, sondern auch gehaltvoller an Vitaminen und anderen Stoffen bleibt. Kräutertees hingegen sind getrocknete oder naturbelassene Pflanzentees, die aber nichts mit dem klassischen Tee gemein haben.

Ist der Tee als Rohstoff hergestellt, verpackt, versandt und letztlich auch gekauft worden, geht es an die richtige Zubereitung. Hier ist es ausschlaggebend, wie der Tee zu Ihnen gekommen ist. Als loser Tee, als Beuteltee oder gar in praktischen Pads lässt sich der Tee nämlich heute unterschiedlich – sogar modern mit Automaten – zubereiten. Grundsätzlich braucht ein guter Tee möglichst geschmacksneutrales Wasser, eine gewisse Ziehzeit und dazu am besten sprudelnd kochendes Wasser. Letzteres gilt insbesondere für schwarzen Tee, der nur auf diese Weise sein volles Aroma entfalten kann. Je nach erwünschter Wirkung lassen Sie den Tee nach dem Aufbrühen ziehen. Zwei bis drei Minuten sind gut für eine anregende Wirkung, vier bis fünf Minuten sind empfohlen für einen entspannenden Tee.

Zusätzlich können Kandis, alternativ Süßstoff, Sahne oder Zitrone – ganz nach Geschmack – vor dem Trinken zugegeben werden. Beim grünen Tee wird übrigens der erste weggegossen und erst der zweite Aufguss getrunken. Die Zubereitungszeiten gelten nicht nur für losen Tee, sondern auch für den wegen seiner bequemen Zubereitungsart beliebten Tee im weit verbreiteten Teebeutel. Wer Teepads benutzt, muss mit den Brüheigenschaften der Padmaschine vorliebnehmen.

Teebeutel ziehen lassen und genießen

Vom Kochen zum Genuss

Ist der Tee fertig zubereitet, geht es endlich an den eigentlichen Genuss. In vielen Ländern gibt es dafür fast schon starre Traditionen. Denken wir nur an die berühmte Tea-Time in England, wo Tee trinken Genuss und Zeremonie zugleich ist. Auch die Erinnerung an die vor allem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts weit verbreiteten Tanztees ist nicht vergessen. Heute genießen wir Tee zu Hause, im Café oder im Restaurant, manchmal auch in speziellen Teehäusern. Ganz nach Lust und Laune kann Tee zu jeder Tageszeit allein oder in geselliger Runde getrunken werden.