Oktoberfest München – unsere Insidertipps für einen gelungenen Besuch

Das Oktoberfest ist unweigerlich das große Highlight im Münchner Veranstaltungskalender, Menschen reisen von allen Kontinenten nach München, um einmal Teil des größten Volksfests der Welt zu sein. Wir helfen bei der Planung!

Los geht’s auf die Wiesn – nur wann ist eigentlich der beste Zeitpunkt?

Grundsätzlich: Wer die Möglichkeit hat, unter der Woche statt an einem der drei Wiesn-Wochenenden nach München zu pilgern, sollte das tun. Keine Angst, auch unter der Woche ist auf der Theresienwiese noch mehr als genug los – aber eben ein klein bisschen weniger als am Wochenende. Soll bedeuten: Es besteht eine reelle Chance, auch ohne bereits 6 Monate zuvor reserviert zu haben oder stundenlanges Anstehen, einen Sitzplatz in den Zelten zu bekommen. Und ohne Sitzplatz kein Bier, so einfach ist das.

Rechtzeitig buchen ist alles: so schnappt man sich die besten Hotel-Angebote zum Oktoberfest

Bei der Hotel-Auswahl sollte ein Punkt besonders wichtig sein, nämlich dass das Hotel fußläufig zum Oktoberfest liegt (Grund siehe nächster Punkt). Von unseren beiden Münchner Hotels carathotel München City und hotelmüller München sind Sie in nur 10 Minuten zu Fuß mitten auf der Theresienwiese!

Fassade vom carathotel München City
Außenansicht vom hotelmüller München

Kümmern Sie sich unbedingt rechtzeitig um Ihr Hotel für den Oktoberfest-Besuch, denn besonders für die Wiesn-Wochenenden sind sämtliche Hotels in der Innenstadt oft schon ein knappes Jahr im Voraus ausgebucht. Unser Tipp ist daher: Buchen Sie während oder direkt nach dem Wiesn-Besuch in diesem Jahr direkt für das Oktoberfest 2018! Wer nicht so lange im Voraus geplant hat: Keine Angst! Dank kurzfristiger Stornierungen haben auch Kurzentschlossene mit ein wenig Glück noch die Chance auf eine Unterkunft. Finden Sie einfach über unsere Buchungsbox heraus, ob zu Ihrem Wunschtermin gerade etwas frei wurde! Besonders für Übernachtungen unter der Woche lässt sich dadurch oft sogar noch ein Schnäppchen machen. Einzelzimmer sind übrigens in der Regel einfacher zu bekommen – und schützen ganz nebenbei auch vor den Bier-induzierten Schnarchgeräuschen des Partners oder Freundes ;-).

Hotelzimmer ergattert und eingecheckt – wie komme ich nun auf die Wiesn?

Zur Volksfest-Zeit befindet sich München im Ausnahmezustand – knappe 6 Millionen Wiesn-Besucher wurden 2016 verzeichnet. Das bedeutet, dass nicht nur die Festwiese, sondern die ganze Stadt und besonders der öffentliche Nahverkehr besonders zu Stoßzeiten gerammelt voll sind. U-Bahn fahren macht da wenig Spaß! Praktisch, dass unsere beiden Hotels in München carathotel München City und hotelmüller München nur 10 Minuten zu Fuß vom Oktoberfest entfernt sind. Verfehlen können Sie die Theresienwiese eigentlich nicht – treten Sie einfach vor das Hotel und schließen sich anderen Feierwütigen an (unschwer erkennbar in Lederhosen beziehungsweise Dirndl gekleidet) an. Wegbier nicht vergessen!

Wiesn-Festgelände in München

Und wenn sich eine U-Bahnfahrt zur Wiesn doch nicht vermeiden lässt, haben wir noch einen kleinen Insider-Tipp: Besonders bei der Rückfahrt lohnt es sich, eine Station früher einzusteigen. So können Sie ganz bequem einen Sitzplatz ergattern, bevor der Rest der Feiermeute in die Bahn stürmt. Die Haltestellen Schwantalerhöhe (U4 und U5) oder Goetheplatz (U3 und U6) sind meistens deutlich leerer als die Stationen Theresienwiese (U4 und U5) oder Hackerbrücke (S-Bahn).

Die wichtigste Frage überhaupt: Was ziehe ich bloß an?

Ganz einfach: Tracht – mag man meinen. Doch die ist keinesfalls ein Muss auf dem Oktoberfest. Viele denken, dass man ohne Dirndl oder Lederhose gar nicht erst auf der Wiesn aufzukreuzen braucht, dabei ist eigentlich alles erlaubt, wobei bequeme Schuhe besonders zu empfehlen sind.

Aber aufgepasst: Wenn Sie Tracht tragen möchten, dann bitte richtig. Soll heißen: T-Shirts mit aufgedruckten Lederhosen-Trägern oder Dirndl-Dekolleté sind ein klares No-Go, genauso wie Stoffhosen in Lederhosen-Optik oder Dirndl, deren Rock nicht mal bis zum Knie reicht. Für die Münchner ist ihre Tracht etwas sehr traditionelles und für viele die beste Garderobe im Kleiderschrank. Da werden günstige, der Tradition widersprechende Kopien oder Nachahmungen gar nicht gerne gesehen. Touristen werden, selbst wenn sie in Original-Tracht bestens getarnt sind, meist durch die fehlenden Accessoires entlarvt. Obwohl kein Muss, trennt sich hier die Spreu vom Weizen: Wer den passenden Schmuck trägt, die richtigen Schuhe (Haferlschuhe) und ein Trachtenjäckchen (Jankerl) übergeworfen hat, zeigt, dass ihm die Tradition am Herzen liegt.

Für die Damen, die sich fürs Dirndl-Tragen entschieden haben, besonders wichtig: Die Position der Dirndl-Schleife sagt so einiges aus: Links bedeutet ledig (und anbandeln erlaubt!), rechts bedeutet vergeben, die Schleife in der Mitte verrät: Jungfrau, und die Schleife hinten hat zwei Bedeutungen: Die Trägerin ist entweder verwitwet, oder Kellnerin!

Junge Frau im Dirndl

Endlich angekommen: Bierzelt, Zuckerwatte oder Fahrgeschäft?

Wir empfehlen, nach Ankunft auf der Wiesn zuerst die Fahrgeschäfte anzusteuern. Das hat folgende Gründe: Wenn man endlich einen Platz im Festzelt ergattert hat, mag man den nicht gerne wieder hergeben – außerdem ists bei Bier, Hendl und Geschunkel ja so gemütlich, dass man die Fahrgeschäfte schnell vergisst, und das wäre zu schade. Außerdem verträgt der Magen (der eigene und der der anderen) die rasanten Achterbahnen deutlich besser nüchtern als mit ein paar Mass...

Kettenkarussell auf dem Münchner Oktoberfest
Achterbahn auf dem Oktoberfest München

Unsere Geheimtipps, was die Fahrgeschäfte angeht: Auch wenn sie auf den ersten Blick nicht ganz so spektakulär aussehen, sind die klassischen Fahrgeschäfte oft die, die am meisten Spaß bereiten, allen voran der Toboggan (auch zum Zuschauen sehr empfehlenswert), das Riesen-Kettenkarussell oder natürlich das Riesenrad. Besonders im Dunkeln ist eine Fahrt mit dem Riesenrad toll, denn von oben hat man einen wunderbaren Blick über die bunt beleuchtete Festwiese und über die Stadt München!

Jetzt aber wirklich: Nichts wie los ins Festzelt!

Aber welches bloß? Ein paar Dinge haben sie alle gemeinsam: Es gibt Bier, es gibt gutes bayerisches Essen und es gibt Blasmusik. Man kann also schon mal nicht so viel falsch machen! Unterschiede gibt es dann vor allem, welches Bier ausgeschenkt wird (Augustiner in der Augustiner-Festhalle und Fischer-Vroni, Löwenbräu in der Löwenbräu-Festhalle und im Schützen-Festzelt, Paulaner im Armbrustschützenzelt, Winzerer Fähndl und Käfer's Wies'n Schänke, Spaten-Franziskaner im Marstall, Schottenhamel und in der Ochsenbraterei, Hacker-Pschorr im Hacker-Festzeit und Poschorr-Bräurosl und Hofbräu im Hofbräu-Festzelt), wer hier aber keine echten Brauerei-Präferenzen hat, greift einfach auf den Festzelt-Psychotest von Oktoberfest.de zurück, um herauszufinden, welches Festzelt am Besten zu den eigenen Präferenzen passt. 

Festzelt von innen auf dem Oktoberfest

Einmal drin heißt es, so schnell wie möglich nach einem Platz suchen, denn ohne Sitzplatz gibt es kein Bier. Wenn man nur eine kleine Gruppe ist, kann man sich oft noch an einen nicht ganz belegten Tisch mit dazu drücken, die Bayern haben damit kein Problem – im Wirtshaus oder im Biergarten ist das Gang und Gäbe, und außerdem ist es eine tolle Gelegenheit, mit Einheimischen in Kontakt zu kommen. Bier bestellt man auf dem Oktoberfest grundsätzlich im Masskrug, wenn es laut ist reicht es in der Regel einfach nur die Anzahl per Handzeichen anzuzeigen. Natürlich gibt’s auch alkoholfreie Getränke oder, für später, Obstlerrunden. Wer auch für die zweite Runde zügig bedient werden möchte, gibt am Besten ein großzügiges Trinkgeld. Die Höhe bleibt natürlich jedem selbst überlassen, man sollte aber zumindest auf den ganzen Euro aufrunden, um von der Bedienung nicht als Geizhals abgestempelt werden. 2017 liegt der Preis für die Mass übrigens je nach Zelt zwischen €10,60 und €10,95.

Spätestens vor der zweiten Runde sollte jedoch im Magen eine gute Grundlage für den weiteren Bierkonsum geschaffen werden. Denn Vorsicht: Das Bier auf der Wiesn ist mit knapp 6% ein wenig stärker als normales Bier. Zum Glück bieten die herzhaften bayerischen Mahlzeiten genug Fett und Kalorien, um den Magen für den weiteren Bierkonsum zu stärken. Wer neben Brathendl oder Schweinshaxe mal was anderen probieren möchte, sollte in der Ochsenbraterei die Ochsensemmel versuchen. Vegetariern empfehlen wir die hausgemachten Kaasspatzen im Hofbräu-Zelt.

Besonders gegen später am Abend zieht die Stimmung immer mehr an, auf den Bänken tanzen, schunkeln und torkeln ist erlaubt – die Tische hingegen sind absolut tabu. Wer dieses Gebot missachtet, muss sich nicht wundern wenn er vom Ordnungspersonal direkt vor die Tür gesetzt wird.

Schankende: Alles schon vorbei?

Um 22.30 Uhr ist auf dem Oktoberfest Schankende, also denken Sie daran, die letzte Mass kurz vorher zu bestellen. Bis um 23.30 Uhr werden die Bierzelte geräumt, einzig das Weinzelt und Käfer’s Wiesnschenke haben noch länger (bis 1:00 Uhr) geöffnet. Auch die Verkaufsstände schließen um 23.30 Uhr (Werktage) bzw. 24.00 Uhr (Wochenende), das gleiche gilt für die Schausteller.

Anstoßen mit zwei Maßkrügen mit Bier

Beim Rausgehen aus dem Zelt ist für viele die Versuchung groß, einen der stattlichen Bierkrüge als Souvenir für die Hausbar „mitgehen zu lassen“. Davon können wir nur abraten, denn das Ordnungspersonal ist sehr gut darin, Bierkrugdiebe am Ausgang abzufangen. Für die Wiesnwirte ist dieses Vergehen kein Kavaliersdelikt und wird nicht selten zur Anzeige gebracht, unter Umständen winkt sogar eine saftige Geldstrafe. Viel einfacher ist es da, einen der Souvenirkrüge bedruckt mit dem aktuellen offiziellen Oktoberfest-Plakat an den Verkaufsständen zu erstehen, die sehen außerdem auch deutlich schöner aus!

Wer von der vielen Feierei erschöpft ist, für den mag der Hügel hinter dem Hofbräuzelt nach einem geeigneten Ort zum kurz ausruhen erscheinen. Dazu sei nur so viel gesagt – diese Wiese trägt den Spitznamen „Kotzwiese“ aus gutem Grund ;-)

Und für alle, die noch fit genug sind, muss die Nacht noch lange nicht vorbei sein. In der ganzen Stadt verteilt laden Clubs und Diskos zur After-Wiesn-Party, hier gibt’s eine kleine Übersicht von süddeutsche.de mit den besten After-Wiesn-Partys

Lebkuchenherzen

Der Morgen danach: Kaffee oder Konterbier?

Je nachdem um welche Uhrzeit und mit der wievielten Mass die Nacht zu Ende ging, brummt der Schädel am nächsten Morgen eventuell nicht nur ein bisschen. Außer abends und nachts schon ganz viel Wasser nebenher trinken, hilft am Morgen besonders ein deftiges Frühstück, um den Mineralienhaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Auf unserem caratbreakfast Frühstücksbüffet gibt es beispielsweise eine große Auswahl an Aufschnitt und Fisch, frisch zubereitete Eier-Spezialitäten, frisches Obst und frisch gepresste Säfte als Vitaminlieferanten und natürlich starken Kaffee. Wer sich zu schwach fühlt um zum Frühstücksbüffet zu gehen, dem bringen wir auf Wunsch auch gerne das Frühstück ins Zimmer.

Vom Konter-Bier raten wir übrigens ab – das hilft nur sehr kurzfristig und die Kopfschmerzen kommen sicher zurück. Das beste Rezept gegen den Brummschädel ist aber sicherlich genug Schlaf und den Tag entspannt zu beginnen. Sobald man sich dann dazu bereit fühlt, wirkt ein Spaziergang an der frischen Luft wahre Wunder!

Frühstück im carathotel München City
caratbreakfast Frühstücksbuffet im hotelmüller München

Für Besserwisser auf der Bierbank: kleiner geschichtlicher Anriss zum Abschluss

Haben Sie sich auch schon gefragt, warum das Münchner Oktoberfest eigentlich im September stattfindet? Im Jahr 1810 fand das erste Oktoberfest statt – und zwar am 17. Oktober. Anlass hierzu war die Hochzeit von König Ludwig von Bayern mit seiner Prinzessin Therese (nach der übrigens auch der Austragungsort des Festes benannt wurde, die Theresienwiese), die mit einem großen Pferderennen gefeiert werden sollte. Das Fest wurde ein großer Erfolg, weshalb es mit großer Begeisterung auch in den darauf folgenden Jahren wieder gefeiert wurde – anfangs hauptsächlich als Pferderennen, Jahr für Jahr kamen jedoch mehr Buden und Schausteller hinzu. Mit nur wenigen Ausnahmen aufgrund von Kriegen und Krankheitsausbrüchen wurde das Volksfest jedes Jahr wiederholt und entwickelte sich nach und nach immer mehr zu dem, wie wir es heute kennen, nach dem zweiten Weltkrieg übrigens zum ersten Mal ohne das traditionelle Pferderennen. Da im späten Oktober das Wetter den Organisatoren oftmals einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, wurde im Jahr 1872 beschlossen, das Fest bereits einen Monat früher stattfinden zu lassen, mit der Eröffnung um den 17. September herum. Mit dem berühmten Ausspruch „O‘zapft is“ wurde das Volksfest im Jahr 1950 zum ersten Mal vom damaligen Münchner Oberbürgermeister eröffnet.

Die Theresienwiese in München mit der Statue der Therese